Dass sich das Internet für die Verbesserung von schriftlichen Ausdrucksfähigkeiten nutzen lässt, zeigt eine Studie der schweizerischen Pädagogischen Hochschule FHNW. Die Wissenschaftler teilten 44 Schulklassen mit insgesamt 724 Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren in zwei Gruppen. Dabei erhielt die erste Gruppe Zugang zu einer Internetplattform, auf der die Kinder Texte schreiben, lesen und sich darüber austauschen konnten. Eine zweite Gruppe hatte keine Web-Plattform, dafür aber Stift und Papier zur Verfügung, um ihre Texte zu formulieren.

Das Ergebnis: Mit den Schreib- und Leseerfahrungen, welche die Kinder auf der Internetplattform machen können, verbessern sie ihre schriftlichen narrativen Fähigkeiten. Der Unterschied zwischen den zwei Gruppen war nach drei Jahren deutlich. Er sticht besonders bei sprachlichen Merkmalen ins Auge, die an der Textoberfläche sichtbar sind: Die Kinder, die mit der Plattform arbeiteten, verwendeten mehr temporale Mittel wie etwa die Wendung “zuerst …. danach”, setzten spannungserzeugende Signalwörter wie “plötzlich” oder “vorsichtig” sowie emotional involvierende Adjektive und Verben wie etwa “erschrocken” und “lachen” ein.
(Quelle: bildungsklick.de)

Interessant, dass offenbar die Jungs deutlich besser Texte verfassten, die über die Web-Plattform schrieben als die Jungs mit Papier und Stift. Die Wissenschaftler vermuten, dass Computer und Internet den Jungen hier einen besonderen Schreibanreiz bieten.

 

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